Kabelfernsehen

Das Kabelfernsehen wird Ihnen sicher bekannt sein. Neu ist der digitale Standart DVB- C. Ein digitaler Laie muss sich das so vorstellen:

Das Ehepaar Aherdee, mit Vornamen Herr Audio und Frau Video laden Ihre 20 Taschen und Koffer in Ihren eigenen analogen Buss und fuhren in den Urlaub. Das Ehepaar Zetdeheff und viele Andere taten es ihnen gleich.

Bald gab es so viele Urlauber, dass die Strassen verstopft waren. Eine Stassenverbreiterung war nur begrenzt möglich, desshalb wurden neue digitale Busse für bis zu 16 Ehepaaren Platz, mit Gepäckfach angeschafft. Der Bussfahrer sucht sich die Mitfahrer an Hand des Gepäck´s aus.

Die Leute versehen Ihre Taschen und Koffer mit Markierungen, nennen wir sie Pid´s und schreiben den Namen drauf. Geschulte Gepäckstapler stapeln das Gepäck nach Größe so in den Gepäckraum, dass kaum noch Zwischenräume vorhanden sind. Nun geht es auf die lange Reise.

Dort angekommen, sucht das Ehepaar Aherdee, na nennen wir sie beim Vornamen, also Audio sucht seine Pid´s, Video sucht Ihre Pid´s und sie schnappen sich Ihr Gepäck. Trotz des Durcheinanders im Gepäckraum, haben alle die richtigen Gepäckstücke erhalten, Dank der Pid´s.

Kommen wir wieder zum Fernsehen.

Digital wird auf einem Kanal nicht nur ein Sender übertragen, sondern ein Paket(Gepäckraum) in dem bis zu 16 digitale Sender enthalten sein können. Welche Programme(Gepäckstücke) in das Paket kommen und über Satellit gesendet werden, bestimmt der Anbieter(Busfahrer) dieses Paketes. In der Kopfstelle der Kabelanlage wird dieses Paket vom Standart DVB- S in DVB-C gewandelt und etwas aufgehübscht, denn DVB- C benötigt weniger Platz im Kabel(der Bus ist schmaler). Der Digitalempfänger oder Decoder oder Receiver setzt nach der Suche nach den Audio- und Video- Pid´s, das von Ihnen gewählte Programm wieder zusammen. Auch werden einzelne Sender aus den Paketen in analoge Programme umgewandelt. Dies erleichtert die Fehlersuche im Kabelnetz und auch ältere- nicht digital taugliche TV- Gerate sind noch zu gebrauchen.

Noch mal zu den Urlaubern. Klar ist, je breiter die Strasse, je mehr Fahrspuren da sind, um so schneller können die Busse fahren. Bei einer 8 meter  breiten Spur können die Busse z.B. 56.000 Meter pro Stunde fahren, bei einer 3 Meter breiten nur 2.500 Meter pro Stunde.

Ein modernes Kabelnetz hat fast 100 Kanäle(Fahrspuren) 8Mhz breit, und kann also fast 100-mal 56.000 kb/s übertragen (theoretisch). Ein HDtv- Programm braucht beispielsweise ca. 14.000 kb/s. Man könnte also 400 HD Programme oder 1600 SD Programme oder, oder, oder... Kabelinternet. Aber das ist ein anderes Kapitel.....

Die verschieden Standarts unterscheiden sich doch erheblich, da jede Übertragungsart andere Störeinflüsse hat, aber ich denke ich hab es etwas verständlicher gemacht.

Für den Verbraucher haben die Verschieden DVB Standarts verschiedene Vor- und Nachteile.

DVB- S (Satellit) ist überall und schnell verfügbar, aber relativ teuer im Unterhalt und Betrieb, und bei Wolken instabil.

DVB- T (Fernsehturm) ist meist kostenlos, braucht aber freie Sicht zum Sender und bietet vergleichsweise wenige Programme an.

DVB-C (Kabel) ist manchmal so teuer wie Satellit, aber die Hausansicht wird nicht durch Antennen oder Schüsseln gestört. Reparaturen sind inklusive.